Rassismus · hinschauen und bewusst handeln

In der neuen Folge von „Leading for Inclusion“ spreche ich über Rassismus – nicht als individuelles Fehlverhalten, sondern als gesellschaftliches und strukturelles Phänomen.

Zu Gast ist Marianne Helfer, Leiterin der Fachstelle für Rassismusbekämpfung. Wir sprechen darüber, wie Rassismus zu verstehen ist – nicht auf der Ebene individueller Einstellungen, sondern mit Blick auf Strukturen, Machtverhältnisse und Ungleichbehandlung. Rassismusbekämpfung bedeutet in diesem Sinne, an einer gerechteren Gesellschaft zu arbeiten.

Wertvolle Takeaways:

  • Struktureller Rassismus liegt vor, wenn Menschen aufgrund ihrer Gruppenzugehörigkeit ungleiche Chancen haben.
  • Rassismus entsteht durch Hierarchisierung und Macht, nicht durch „böse Absicht“.
  • Rassismus ist erlernt und kann deshalb auch verlernt werden.
  • Führungskräfte tragen eine klare Verantwortung, Mitarbeitende vor rassistischer Diskriminierung zu schützen. Wegschauen oder Ignorieren ist keine Option.
  • Veränderung beginnt mit der Bereitschaft, sich ehrlich mit Rassismus auseinanderzusetzen. Im Alltag gilt: nachfragen statt anklagen – und Solidarität mit Betroffenen zeigen.
  • 17 % der in der Schweiz wohnhaften Bevölkerung (ca. 1,2 Millionen Menschen) gaben 2022 an, rassistisch diskriminiert worden zu sein. Die Tendenz ist steigend. Mehr Meldungen bedeuten jedoch nicht zwingend mehr Rassismus, sondern weisen auf eine höhere Sensibilität hin – insbesondere bei jüngeren Menschen.

 

Vielen herzlichen Dank, liebe Marianne, für das aufschlussreiche Gespräch!

 

Wie weiter?

 

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P.S.: Ja, richtig gemerkt – der INLEAD Podcast heisst neu Leading for Inclusion.
Warum? Weil der Fokus noch stärker auf Führung, Verantwortung und wirksame Inklusion liegt – und weil der Podcast künftig auch sprachlich offener wird.

INLEAD