Wie gelingt Inklusion in traditionellen und wettbewerbsintensiven Branchen? In der 1. Folge der 2. Staffel von «Inklusion im Fokus» spreche ich mit Caroline Clemetson, Partnerin und Mitglied der Geschäftsleitung von Schellenberg Wittmer, wo sie die Investment Management Practice der Kanzlei in Genf und Zürich leitet. Ihre beeindruckende Karriere führte sie über die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) zu einer der führenden Wirtschaftskanzleien der Schweiz. Zudem ist sie Board-Mitglied in mehreren Unternehmen.

Wir sprechen über Karriere- und Talententwicklung in wettbewerbsintensiven Branchen und über die Entstehung flexibler Arbeitsmodelle in traditionellen Organisationen. Caroline erklärt, warum Selbsterkenntnis als Kompetenz für Führungskräfte so wichtig ist. Sie reflektiert über Chancen und Herausforderungen für Frauen in Führungspositionen und erklärt, warum Flexibilität oft wichtiger ist als Teilzeitarbeit. Ausserdem diskutieren wir über die Bedeutung von glücklichen Mitarbeitenden und über echte Inklusion – jenseits von Schein-Inklusion.

 

Vielen Dank, liebe Caroline, für das inspirierende Gespräch und deine ehrlichen Ansichten!

 

Kernaussagen von Caroline:

  • Teilzeit oder Vollzeit ist aus meiner Sicht nicht so wichtig – entscheidend ist die Flexibilität.
  • Frauen werden in der Schweiz strenger beurteilt als Männer.
  • Ich höre oft: “Ja, Frauen fördern, aber sie müssen kompetent sein”. Aber diese Frage stellt niemand bei Männern. Kompetenz ist immer die Basis – für alle.
  • Wir wollen keine Schein-Inklusion oder Gender-Washing. Wir wollen Equity Models machen, mit Talenten, die vollständig in das Wirtschaftsmodell integriert sind.
  • Wir wollen alle Talente fördern, nicht nur Frauen. Auch Männer sind Talente.
  • Die entscheidenden Karriere-Jahre in einer Kanzlei liegen zwischen 30 und 40 Jahren – die Zeit, in der man PartnerIn wird, Kunden aufbaut und oft auch eine Familie gründet. Deshalb brauchen Frauen in dieser Phase mehr Unterstützung.
  • Jedes Unternehmen sollte sich fragen: Sind meine Mitarbeitenden glücklich? Denn wenn die Menschen bei der Arbeit glücklich sind, sind sie besser.
  • Nicht jede Kritik an einer Frau ist automatisch eine Diskriminierung. Feedback ist wichtig: Es ist auch eine Form der Förderung.
  • Ich habe den Mut, nicht immer geliebt zu werden.

Mein absolutes Top-Take-away: Jedes Unternehmen sollte sich fragen: Sind meine Mitarbeitenden glücklich? Denn wenn die Menschen bei der Arbeit glücklich sind, sind sie besser.

 

Wie weiter?

 

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